Ein Wiesnwetter, wie man es sich schöner kaum wünschen könnte, lockte zum Wiesnauftakt.

Schon am Vortag haben sich die Ersten an den Eingängen der Theresienwiese angestellt, um um neun Uhr als Erste auf das Festgelände zu rennen. Dieser seit 2016 stattfindende Münchner Volkslauf sollte heuer etwas geordneter stattfinden. Der Start war jedoch recht holprig. Um den Sprint bergab von der Bavaria zu verhindern, wurde auf Planen angekündigt, dass die dortigen Eingänge erst um 9:15 Uhr öffnen. Tatsächlich war das immer noch früher als die Öffnung am Haupteingang. Dort wurde um 9:10 Uhr nur eine kleine Menge Besucher eingelassen. Erst nach 9:25 Uhr ging es wirklich los. Somit bestätigt sich einmal wieder, dass es unvorhersehbar ist, wo man als erstes auf das Gelände kommt. Auch besonders frühes Anstehen scheint angesichts der überschaubaren Schlangen nach acht Uhr unsinnig. Beliebt ist das Schlangestehen offenbar in erster Linie bei Besuchern aus dem Ausland.

Der Einzug der Wirte und Brauereien begann spontan etwas früher, da der neue Oberbürgermeister ein kurzes Gedenken an der Stehle am Haupteingang einlegte. Am eigentlichen Gedenktag für das Oktoberfestattentat 1980 ist er heuer nämlich wegen der Olympiabewerbung der Stadt verhindert.

Schon im Vorjahr war der erste Samstag relativ ruhig. Das bestätigte sich auch heuer. Trotz des Bilderbuchwetters dauerte es bis zum späteren Nachmittag, bis sich das Festgelände füllte. Die Festzelte blieben erfreulich lange geöffnet, doch manch ein Fahrgeschäft hätte ein paar mehr Fahrgäste vertragen. Insbesondere die Familien beschränkten sich offenbar auf die Oide Wiesn.

Der Trachten- und Schützenzug war heuer kürzer als in der Vergangenheit, was seiner Pracht jedoch nicht geschadet hat. Unsere Fotos können Sie mit einem Klick auf das Bild sehen.

Der erste Sonntag gilt vielen nicht zuletzt wegen der vielen Trachtenzugteilnehmer, die sich anschließend in den Zelten stärken, als der schönste Wiesntag.